Medikamente:

Benzodiazepine:

Wirkung:

  • schlafanstoßend, schlaffördernd, muskelentspannend, krampflösend
  • verminderndie Empfindlichkeit bestimmter Nervenzellen des Gehirns
  • dämpfend, angstlösend
  • verrigern Spannungen und Aggressionen

Akute Risiken des Konsums:

  • erhöhte Unfallgefahr, Sturtzgefahr vor allem bei älteren Menschen
  • Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen, verminderte Bewegungskontrolle, verlangsamte Reaktionen, Konzentrationsstörungen noch am nächsten Tag ("Hang- over- Effekte" bei Medikamenten mit langer Wirkdauer)
  • wechselseitige Wirkungssteigerung bei gleichzeitigem Alkoholkonsum
  • lebensgefährlich ist die intravenöse Einnahme zusammen mit Opiaten

Langzeitfolgen:

  • Veränderungen der Persölichkeit, Verflachung der Gefühle
  • Rückzug aus familiären und freundschaftlichen Beziehungen
  • Depressionen nehmen zu
  • paradoxe Reaktionen möglich (gesteigerte Unruhe, Verwirrungen, Schlaflosigkeit)
  • Wirkverlust, d.h. die Schlafstörungen kehren trotz Medikamenteneinnahme wieder

Abhängigkeit:

  • schwere seelische und  körperliche Abhängigkeit
  • Dosissteigerung tritt auf, ist aber nicht Voraussetzung einer Suchtentwicklung ("Niedrigdosis- Abhängigkeit")

Freiverkäufliche Schmerzmittel:

Wirkung:

  • schmerzdämpfend, fiebersenkend und entzündungshemmend
  • bei Kombinationsschmerzmittel wirkt das Koffein anregend

Akute Risiken des Konsums:

  • Schwindel, vor allem in Kombination mit Alkohol
  • bei Überdosierung: Vergiftung, Magenprobleme und Ohrgeräusche (Tinitus); bei Acetylsalicylsäure zunächst Schwindel

Langzeitfolgen:

  • "Kopfschmerzmittel- kopfschmerz", ein dumpf- drückender Dauerkopfschmerz, der zu weiteren Medikamenteneinnahme verleitet
  • zum Teil extreme Dosissteigerung, bis zu 50 Tabletten täglich
  • bei langdauernder hochdosierter Einnahme drohen schwere Leber- und Nierenschäden

Abhängigkeit:

  • psychoaktive Wirkung und Wirkverlust können zur Gewöhnung und Missbrauch führen

                                                                                                                                                          (Quelle:DHS)