Illegale Drogen:

Cannabis:

Wirkung:
Für die psychoaktive Wirkung verantwortlich ist das im Harz der Pflanze enthaltene Delta- 9 -Tetrahydrocannabinol (abgekürzt:THC). THC verstärkt in erster LInie bereits vorhandene Gefühle und Stimmungen, und zwar sowohl positive als auch negative.

  • positiv: Entspannung, innere Ausgeglichenheit, Heiterkeit, Kontaktoffenheit, gesteigerte Wahrnehmung
  • negativ: Angst, Panik, Orientierungslosigkeit, gelegentlich leicht halluzinogene Wirkungen, Kurzzeitgedächtnis, Reaktionsgeschwindigkeit und geistige Leistungsfähigkeit sind herabgesetzt

Akute Risiken des Konsums:

  • erhöhte Unfallgefahr
  • Kreislaufprobleme
  • bei hoher Dosierung: Auslösung von Symptomen wie Verwirrtheit, Wahnvorstellungen und gestörtem Ich- Gefühl ("Depresonalisierung"), Gefahr von Panikreaktionen

Langzeitfolgen:

  • Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
  • Antriebs- und Lustlosigkeit, Gleichgültigkeit
  • allgemeine Rückzugsneigung bis hin zur sozialen Isolation
  • Depressionen, Stimmungstiefs
  • in der Pubertät: Entwicklungsstörungen
  • vermutlich Begünstigung von Schizophrenie
  • durch gemeinsamen Konsum mit Tabak: erhöhtes Krebsrisiko, Atemwegserkrankungen etc.

Abhängigkeit:

  • sich langsam entwickelnde psychische Abhängigkeit

 

Opiate, insbesondere Heroin:

Wirkung:

  • stark euphorisierend, angst- und schmerzmindernd
  • auf ein blitzartiges, orgiastisches Hochgefühl ("Kick", "flash", "high") folgt wohliges Benommensein ("nodding") mit dem Gefühl des Einklangs mit der Welt und des Verblassens aller Probleme
  • negative Nachschwankung (depressive Verstimmung, Unruhe)

Akute Risiken des Konsums:

  • erhöhte Unfallgefahr
  • Infektionsgefahr durch nicht sterile Spritzen (Hepatitis, HIV)
  • Atemlähmung / Herzschwäche mit Todesfolge bei Überdosis bzw. durch giftige Beimengungen

Langzeitfolgen:

  • Leberschäden, Magen- und Darmstörungen
  • teils durch die Wirkung der Drogen direkt, teils durch das Leben in der illegalen Szene zahlreiche weitere Probleme: Abmagerung, Verödung der Venen, körperlicher Verfall, Verlust sämtlicher Interessen, Beschaffungskriminalität, Prostitution, Isolation, Verwahrlosung

Abhängigkeit:

  • schnell einsetzende starke psychische und körperliche Abhängigkeit

 

Amphetamine/ Ecstasy:

Wirkung:
je nach Substanz, Ausgangsstimmung und Konsumsituation:

  • Glücksgefühl und friedliche Selbstakzeptanz
  • Euphorie mit Rededrang und gesteigertem Selbstvertrauen bis hin zu ausgeprägten Erregungszuständen bei hohen Dosen
  • Steigerung von Konzentration und Leistungsfähigkeit
  • Schmerzgefühle, Hunger, Durst und Müdigkeit werden unterdrückt

Akute Risiken des Konsums:

  • Exzessiver Ecstasykonsum kann zu Herz- Kreislauf- Störungen bis hin zum Kollaps führen
  • Auslösung von Amphetaminpsychosen mit Verfolgungswahn und - eher selten - Halluzinationen

Langzeitfolgen:
Amphetamine

  • Auslösung von Psychosen
  • bleibende Schädigungen von Nervenzellen des Gehirns

Ecstasy (noch unzureichend erforscht)

  • vermutlich sind bleibende Nervenschäden möglich
  • Verstärkung einer Reihe von Krankheiten, u.a. Herz- Kreislauf- Erkrankungen, diabetes und Lebererkrankungen

Abhängigkeit:

  • Amphetamine: schnell einsetzende, starke psychische Abhängigkeit
  • Ecstasy: Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit ist möglich

 

Kokain und Crack:

Wirkung:
erfolgt in zwei Phasen:

  • zunächst euphorisches Hochgefühl mit Überaktivität, übersteigertem Kontaktbedürfnis, Verlust sozialer und sexueller Hemmungen, Allmachtsgefühlen und Sinnestäuschungen
  • der Euphorie folgt ein rascher Abfall in eine tiefdepressive Nachphase und Erschöpfung

Akute Risiken des Konsums:

  • erhöhte Unfallgefahr
  • Herz- kreislauf- Überlastung; bei Überdosierung ist Tod durch Atemstillstand / Herzschwäche möglich
  • Kurzschlußhandlungen, z.B. auf Grund von Halluzinationen
  • Selbstmordgefahr in der Nachphase
  • beim Spritzen: Infektionsgefahr durch nicht sterile Spritzen (Hepatitis, HIV)

Langzeitfolgen:

  • Schwächung des Immunsystems
  • starker Gewichtsverlust
  • Schädigung der Blutgefäße und verschiedener Organe wie Herz, Leber, Nieren
  • ständiger Wechsel zwischen Depressionen und Verzweiflung einerseits sowoe manisch- euphorischer Überaktivität andererseits
  • Schädigung der Nasenschleimhaut und Nasennebenhöhlen
  • Auslösung/ Entstehung von Psychosen möglich
  • durch das Rauchen von Crack: Schädigung der Atmungsorgane

Abhängigkeit:

  • schnell einsetzende, starke psychische Abhängigkeit

                                                                                                                                                   (Quelle:DHS)